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Fahrschüler-Infobrief vom 8.Aug. 2019

Oerlikon, den 8. Aug. 2019

Liebe Töff-(Lern-)Fahrerin
Lieber Töff-(Lern-)Fahrer

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Kurzübersicht über die Themen    
Nun ist der Sommer mit voller Härte eingetroffen: Die Rekorde purzelten reihenweise! Es gibt Schöneres als Töff fahren, wenn dann wenigstens in der Höhe! Jeden Donnerstag fahren wir aus, um 19 Uhr, z.T. auch bereits um 18 Uhr! Dürfen wir nun nicht mehr ausfahren?  Was für ein Sommer: Schon im letzten Jahr wurden vielerorts Hitzerekorde erreicht, und schon wurden sie wieder übertroffen! Inwieweit das «von Menschen gemacht» ist, streiten sich nicht nur die Experten. Es gibt einfach zuviele Menschen auf diesem Planeten, und keiner tut etwas dagegen! Ob der Mensch mit Einschränkungen dabei etwas erreichen kann, wird sich herausstellen: Dass man mit Massnahmen die Erwärmung statt um 2 Grad nur auf 1,5 Grad beschränken kann, daran darf man aber bestimmt zweifeln! Daneben gibt es Regionen auf dieser Welt, denen dies alles egal ist: Sie benehmen sich, wie wenn die Umweltbelastung an ihrer Grenze aufhören würde – und bei uns gibt es PolitikerInnen, die so tun, als wie wenn sich unsere Bemühungen bei uns auswirken würden! Bei Westwindwetter dürften allenfalls am meisten die im Osten liegenden Länder etwas, wenn überhaupt, spüren – und unsere Nachbarn im Westen sind nicht wirklich darauf erpicht, ihren Lebensstil zu ändern: «Savoir vivre» …    
Auch bei mir ist im Sommer Hochsaison: Das verlängerte Wochenende verbrachten wir im Tessin, mit einer herrlichen Töff-Fahrt über viele Alpenpässe, wie 1000ende andere!   Seit dem letzten Rundbrief ist einiges gelaufen: Es fanden verschiedene Veranstaltungen statt! Das verlängerte Wochenende nahm ich privat war, um einmal mehr den 1.Aug. in Ascona zu verbringen. Wir fuhren am 1.August über den Gotthardpass ins Tessin. Von der Brisago-Seite her, wo wir in einem netten B&B-Lokal übernachteten, konnten wir das Feuerwek beobachten. Da die Mutter meiner Freundin Karin in Locarno Monti wohnt, verbrachten wir die weiteren Nächte bei ihr. Die Rückfahrt über den Nufenen-, Grimsel- und den Brünig-Pass ins heimatliche Solothurn genossen wir dann am Sonntag. Wir waren, wie auch viele tausend Andere, mit dem Töff unterwegs!    
Keine grundlegende Änderung meiner miesen Beschäftigungslage: Dem Wetter kann man wohl nicht mehr die Schuld in die Schuhe schieben! Glücklicherweise kannn ich mich anderweitig um so mehr einsetzen: In der Arbeitsgruppe für ein neues FahrlehrerHandbuch kann ich mich mehr einbringen.  An meiner Arbeitssituation hat sich leider nicht viel geändert: In meiner Agenda gähnen viele Löcher! Wenn man bedenkt, dass ich mein Geld im Sommer einnehmen muss, um den Winter zu überleben, dann sind das keine guten Aussichten. Am Wetter kann es inzwischen nicht mehr liegen, das ist zwar ab und zu etwas heiss, was aber durchaus zu einem «richtigen Sommer» gehört. So bleibt mir viel Zeit, mich weiterer Engagements anzunehmen: Im Moment arbeite ich viel am neuen Handbuch für die Fahrlehrer der Kat. A Motorrad. Da darf ich in der Arbeitsgruppe des Schweizerischen Fahrlehrer-Verband mitarbeiten. Das ist eine schöne Herausforderung, wo ich mein grosses Wissen und meine grosse Erfahrung einbringen kann. In der Zwischenzeit haben zwei Kurventechnik-Kurse mit je 2 Kursteilnehmern stattgefunden. Die Kurse mussten durchgeführt werden, weil das Strassenverkehrsamt seit letztem Sommer nicht mehr zulässt, dass die Kurse mit zwei verschiedenen Lernfahrausweisen besucht werden. Auch kam kein weiterer Grundkurs zustande, es mangelte an neuen FahrschülerInnen, die nach den Fahrübungen auf der kleinen Maschine umgestiegen sind.   
Weiterhin viel Spass im ferienhalber fast leeren Zürich – gut für uns Daheimgebliebenen J !   Nun geniessen wir die friedliche Stimmung im verlassenen Zürich: Wenn ein Grossteil der Bewohner der Stadt in den Ferien weilt, dann lässt es sich hier viel besser leben. Alle, die zu Hause geblieben sind, haben eine entspannte Verkehrssituation, die sich leider schon bald wieder ändern wird … .    


Mit zweiradsportlichen Grüssen Dein Fahrlehrer

Urs Tobler

Was bisher geschah:

Am 6.Apr. fand in Zug der Kurventechnik-Kurs 2 mit 5 Teilnehmern statt. Der frühe Morgen war ein Härtetest, lagen die Temperaturen bei der Anfahrt um den Nullpunkt, oder gar darunter. Nach dem Aufwärmen bei Kaffee und Gipfeli, starteten wir auf dem Areal des Strassenverkehrsamtes Zug in Steinhausen mit unserem Programm. Durch die tiefen Temperaturen konnten wir nicht extreme Schräglagen trainieren. Am Nachmittag, nach den Ausweichübungen, ging es in den Realverkehr auf den herrlichen Strassen am Zugerberg und Umgebung.   


Im Fahrzeugbeherrschungs-Kurs vom 27.Apr. und dem 4.Mai waren 3 Teilnehmende, 2 davon Repetenten vom letzten Jahr. Beide Kurse fanden bei gutem Wetter statt, aber frühmorgens a….kalt! Die Resultate, für das, dass es zum zweiten Mal war, sahen wir nur beim Schräglagen- Training. Im Langsamfahrbereich gibt es noch bei allen zu schaffen: Eine enge Kurve zu fahren um zu wenden, müsste eigentlich das Resultat guter Arbeit im Teil 1 sein, doch da sah ich immer wieder Füsse am Boden … Beständig üben und einsetzen im Alltag ist angesagt!   


Leider gibt’s vom LOVERIDE am ersten Mai-Sonntag nicht viel Tolles zu berichten: Wir Aussteller stemmten uns die Beine in den Bauch, nur die Hartgesottensten unter den Hartgesottenen hatten sich auf den Weg bei 0 Grad gemacht. Als das Committee frühmorgens an-kam, hatte es noch Schnee gehabt. Kalt blieb es den ganzen Tag, aber es regnete nicht so viel wie angekündigt. Auf den Ride-Out gingen nur 600 Motorräder, normalerweise sind es bis 5’000 in 10 Gruppen zu je 500. Statt 300 Tausend kamen nur 80‘000 Fr. zusammen.   


Der erste Kurventechnik-Kurs 1 fand mit 3 Teilnehmern am 24.Mai (wegen der Auffahrt nicht am letzten Freitag) statt. Wir trafen uns um 7 Uhr in Brüttisellen und ich begleitete die Gruppe nach Fischingen, wo wir pünktlich um 8 Uhr eintrafen. Bei Kaffee und Gipfeli wärmten wir uns auf, die Temperaturen stiegen nach und nach an, gegen Mittag war es angenehm warm. Der ganze Kurs fand in Englisch statt. In letzter Minute war noch ein dritter Teilnehmer auf den Zug aufgesprungen. Es war weit nach 18 Uhr als wir uns in Volketswil verabschiedeten.   


Einmal mehr besuchten wir die relativ nahe zur Schweiz liegende Rennstrecke von Chevenières für ein 2tägiges Rennstrecken-Training mit tz-motorsport.ch Da Frank, der meinen Bus mit der Rennmaschine hinfahren sollte, kurzfristig abgesagt hatte, musste ich ihn selbst nach Frankreich fahren. Dani lud auch den Töff ein. Wir fuhren über Singen, Villingen nach Offenburg, dann über Saint Dié in Richtung Nancy. Wir trafen um halb 7 Uhr ein und entluden die Töffs. Anschliessend bezogen wir unser Hotel, wo es in unmittelbarer Umgebung genügend Verpflegungsmöglichkeiten gibt. Die beiden Trainingtage waren gezeichnet von der brütenden Hitze. Es war brutal, nach der Kälte anfangs Woche diese Sonne zu ertragen. Alles verlief gut und am Sonntag fuhren wir zurück.    


Am 22. und 29. Juni fand der zweite Fahrzeugsbeherrschungs-Kurs mit 3 Teilnehmern statt. Die Arbeit in der kleinen Gruppe erlaubte das Eingehen auf jeden einzelnen Teilnehmer, ihn zu fördern – und vor allem genügend Zeit zu lassen, um zu einem Erfolg zu kommen. Während der erste Teil bei angenehmen Temperaturen stattfand, litten wir im zweiten Teil bei über 30 Grad. So brachen wir schliesslich unsere Bremsübungen schon um 12 Uhr ab und fuhren nach Hause. Das war echt eine grenzwertige Erfahrung – genau wie die Bremsübungen auf Kies!   


Am 28.Juni fand dann der zweite Kurventechnik-Kurs statt. Leider waren es nur 2 Teilnehmende, einer davon ein Repetenten vom letzten Jahr: Er war eingesprungen, da sich jemand angemeldet hatte, aber schliesslich doch nicht teilnehmen konnte. Normalerweise sind die Temperaturen im Tannzapfenland, wie die Gegend um Fischingen heisst, etwas tiefer als z.B. in der Region Zürich. Auf dem Bild siehst Du den Beweis auf der Tankstellen-Anzeige: 29 Grad! Das Bild entstand direkt nach dem Mittagessen, wahrscheinlich stieg die Temperatur danach noch weiter an!   


Direkt nach diesen Kursen ging es nach Tschechien, wo wir vom Montag bis Mittwoch in einem freien Rennstreckken-Training teilnahmen. Wir, das waren Claudio mit seiner Cousin Daniele, der eine Suzuki GSX-S 750 fuhr. Es gab in unserer Gruppe keine Schäden zu vermelden, jeder arbeitete an seiner Zeit: Ich war stolz, meine Zeit um weitere 2 Sekunden verbessert zu haben – Claudio konnte erstmals eine Zeit unter 1:50 verbuchen, darauf mussten wir natürlich anstossen! Wir übernachteten einmal mehr im nahegelegenen Hotel und genossen abends den Luxus einer Dusche im eigenen Zimmer!   


Nachdem die «Stella Alpina» im letzten Jahr mangels Teilnehmer ausgefallen war und mir die Gelegenheit bot, die neue Gold Wing Tour ausgiebig zu testen, kamen in diesem Jahr genügend Teilnehmer zusammen. Am ersten Tag trafen wir uns in Entlebuch, dann ging es die gewohnte Route nach Cesana-Torinese im Piemont. Die Tour am Freitag war noch eine Kaffeefahrt und mit jedem Töff möglich, am Samstag ging es dann «ans Eingemachte», wobei es nicht alle schafften, das ganze Programm zu absolvieren. Nach dem Mittag kam mir auf einem engen Waldweg ein Italiener frontal entgegen,   
  der Crash eine halbe Sekunde nach der ersten Wahrnehnung unvermeidlich: Glück im Unglück, da beide unverletzt blieben und wir beide mit den Maschinen weiterfahren konnten. Abgesehen von einem Unfall vor zwei Jahren, dem einzigen meiner Fahrlehrer-Karriere mit Ambulanz anlässlich einer Fahrstunde, hatte ich nie eine solch gefährliche Begegnung auf dem Töff seit ich neunzehn war, wo ich gegen ein Auto schlitterte und zum Glück abprallte. Die übrigen der Gruppe fuhren den Sommeiller hoch bis zur Stelle, wo es infolge Schnee nicht mehr weiterging. Ich lud meinen Töff in den Bus, da ich ja mit der gemieteten KTM 790 Adventure einen Geländetöff dabei hatte. Im Bild rts: Auf dem Mulattiere-Pass (Singletrack) 


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